Biologische Merkmale
Zur Biologie von Humulus lupulus L., Gewöhnlicher Hopfen liegen folgende Angaben vor:
Bestimmungshilfe/Morphologie:
3-6 m (Kultursorten bis 12 m) hoher Schlinger. Gegenstdg Blätter tief 3-7-spaltig bis ungeteilt (obere), dklgrün, sehr rau haarig, unterseits heller, mit gelben Drüsen, mit Nebenblättern. Männl. Blüten in achselstdg Rispen, die weibl. durch die verwachsenen Nebenblätter mit viel gelben Lupulindrüsen zapfenartig vergrößert, bei der Reife noch wachsend u. die Blüten völlig verdeckend.
Chromosomenzahl und Ploidiestufe (Ploidietyp):
(n): 10; (2n): 20 - diploid (diploid mit haploider Grundzahl) (Quelle: 7150)Oberdorfer, E. (1983): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart
Blüten- und Reproduktionsbiologische Merkmale
Reproduktionstyp: Samen und vegetativ Quelle: 14909Krumbiegel, A. (2002): Morphologie der vegetativen Organe (außer Blätter). In: Klotz, S., Kühn, I., Durka, W. (Hrsg.) BiolFlor - Biologisch-ökologische Daten zur Flora Deutschlands, S. 1-2, Bonn
Befruchtungstypen und Apomixis:
Befruchtungssystem: xenogam: obligate Fremdbefruchtung; die Gameten stammen von verschiedenen Sporophyten
Diklinie und Dichogamie: Räumliche und zeitliche Geschlechtertrennung:
Diklinie: immer diözisch ( männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen)
Dichogamie: protogyn ( Blüten sind zuerst weiblich, später männlich; Grad der Überlappung der Geschlechter ist unklar)
Selbst-Inkompatibilität (SI-Mechanismen):
nicht zutreffend oder nicht bearbeitet
Selbst-Inkompatibilität (SI-Reaktion):
nicht zutreffend oder nicht bearbeitet
Bestäubung (Pollenvektoren):
immer: Windbestäubung ( Bestäubung durch den Wind) Quelle: 1Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
immer: Windbestäubung ( Bestäubung durch den Wind) Quelle: 12551Bengt, J. (Hrsg.) (2000): Flora Nordica 1. The Royal Swedish Academy of Sciences, Stockholm
Belohnung für Bestäuber:
Nektar: kein Quelle: 1Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
Blumenklasse:
Blumenklasse: Windblütler
Bestäuber: -
Blumentyp:
Blumentyp: nicht anwendbar
BlühphänologieDie Blühphänologie bezeichnet die in Deutschland im Durchschnitt zu erwartenden jahreszeitlich gekoppelten Angaben von Blühbeginn bis Blühende sowie die daraus resultierende Blühdauer (in Monaten)
Blühzeiten:
Blühbeginn im Juli - Blühende im August
Blühphase:
Hedera-Solidago-Phase - Phänologische Jahreszeit: Frühherbst
Samen - Früchte: Merkmale generativer Germinulen Keimungseinheiten: Als generative Germinulen können Samen einschließlich sie eventuell umgebende oder fest anhaftende Pflanzenteile dienen. und DiasporenAusbreitungseinheiten: Als generative Diasporen können Samen einschließlich sie eventuell umgebende oder fest anhaftende Pflanzenteile dienen.
Fruchttyp:
Nuss: Frucht mit einer trockenen Wand (Perikarp), die sich bei Samenreife nicht oder höchstens unregelmäßig öffnet (Schließfrucht)
Diasporen-/Germinulentyp:
Frucht mit Zusatzbildung: eine Frucht, die zusätzlich mit Teilen der Blütenhülle (Blüten-, Kelchblätter), mit Achsengewebe oder mit Laubblättern (Vor-, Trag-, Hochblatt) verbunden ist, welche entweder die Ausbreitung unterstützen oder eine Rolle bei der Schaffung geeigneter Keimungsverhältnisse spielen
Ausbreitungsbiologie
Ausbreitungstyp:
Anemochorie: Ausbreitung durch den Wind
Vegetativ-morphologische Merkmale
Lebensform / Lebensdauer:
immer: Hemikryptophyt (Überdauerungsknospen an krautigen Sproßachsen an der Erdoberfläche liegend und durch die Laubdecke oder abgestorbene Blätter geschützt)
immer: plurienn-pollakanth (Die Pflanze blüht und fruchtet mehr als einmal in ihrem Leben, d.h. sie ist ausdauernd)
Vegetative Verbreitung:
immer: Ausläufer (Seitensproß (seltener Hauptsproß) mit langgliedrig-dünnen Internodien und sproßbürtiger Bewurzelung. Durch Absterben der Verbindung zur Mutterpflanze kommt es zur Dividuenbildung)
Speicherorgane, Sproß- und Wurzelmetamorphosen:
Speicherorgan: immer: Ausläufer - (Seitensproß (seltener Hauptsproß) mit langgliedrig-dünnen Internodien und sproßbürtiger Bewurzelung. Durch Absterben der Verbindung zur Mutterpflanze kommt es zur Dividuenbildung..)
Spross-Metamorphose: immer: Rhizompleiokorm - (System von mehr oder weniger gedrungenen, mehrere Jahre persistierenden Sproßachsen, die vor allem in den ersten Jahren der Individualentwicklung bevorzugt am Wurzelkopf der Hauptwurzel entspringen. Die Innovation erfolgt anfangs bevorzugt aus basalen Achselknospen, später stärker aus den rhizomartigen, adventiv bewurzelten Sproßachsen, die zu dieser Zeit die Verbindung zur Hauptwurzel verloren haben können.)
Speicherorgan: immer: Rhizompleiokorm - (System von mehr oder weniger gedrungenen, mehrere Jahre persistierenden Sproßachsen, die vor allem in den ersten Jahren der Individualentwicklung bevorzugt am Wurzelkopf der Hauptwurzel entspringen. Die Innovation erfolgt anfangs bevorzugt aus basalen Achselknospen, später stärker aus den rhizomartigen, adventiv bewurzelten Sproßachsen, die zu dieser Zeit die Verbindung zur Hauptwurzel verloren haben können.)
Spross-Metamorphose: immer: Ausläufer - (Seitensproß (seltener Hauptsproß) mit langgliedrig-dünnen Internodien und sproßbürtiger Bewurzelung. Durch Absterben der Verbindung zur Mutterpflanze kommt es zur Dividuenbildung..)
Blattmerkmale
Blattanatomie:
helomorph: Mit lufterfüllten Räumen in der Wurzelrinde (dem Sauerstoffmangel im Sumpfboden entsprechend)
mesomorph: Ohne Besonderheiten, zwischen skleromorph und hygromorph stehend
Blattausdauer:
sommergrün: nur in der wärmeren Jahreszeit mit grünen Blättern
Blattform:
gelappt: Einschnitte in 1/4 bis 1/3 der Blattfläche reichend