Verbreitung

Weltweite Verbreitung

Pflanzen besitzen ein mehr oder minder gut abgrenzbares Verbreitungsgebiet, ein Areal. Dieses besteht häufig aus einem mehr oder weniger gleichmäßig besiedelten Arealzentrum (oder mehreren Arealzentren), einem dieses umgebenden Hauptareal, sowie dem Arealrand und vorgelagerten Vorposten. Vom Arealzentrum zum Arealrand hin werden die Vorkommen in der Regel weniger flächig. Die Vorposten schließlich können sich im Extremfall bis zu mehrere tausend Kilometer vom Hauptareal entfernt befinden. Allerdings gibt es auch den seltenen Fall, daß die Vorkommen so weit über die Welt verstreut liegen, daß eine sinnvolle Arealabgrenzung nicht möglich ist (z.B. bei einigen Wasserpflanzen). In der Beispielkarte ist die Verbreitung des Heidekrauts (Calluna vulgaris) dargestellt.

Das Areal einer Pflanze wird in seiner Größe und Form durch die Klima- und Bodenverhältnisse, die Topographie und die Verbreitungsgeschichte der Art bestimmt. Aus diesen Verbreitungsmustern können daher Rückschlüsse auf die ökologischen Ansprüche dieser Art sowie die Vegetationsgeschichte gezogen werden.

Das Areal ist keine konstante Größe. Unter natürlichen Bedingungen gehen Arealveränderungen - gemessen an menschlichen Zeitmaßstäben - meistens nur in kaum wahrnehmbarer und meßbarer Zeit vonstatten. Unter dem Einfluß des Menschen konnten zwar Neophyten wie das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera) oder das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) ihre Areale in den letzten Jahrzehnten deutlich erweitern, die menschlichen Tätigkeiten haben aber deutlich häufiger zur Folge, dass das Areal einer Art durch die Veränderung ihrer Lebensbedingungen verkleinert wird, was bedeutet, dass die Art seltener wird.


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