Schutz

Das umfassende Ziel des Naturschutzes ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Zur Erreichung dieses Zieles stehen dem Naturschutz praktische und rechtliche Instrumente zur Verfügung. Praktische Maßnahmen, die auch vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen von Modellprojekten gefördert werden, sind z.B. Renaturierungsmaßnahmen, die Wiedereinbürgerung verschwundener und der Schutz hochgradig gefährdeter Arten oder Biotoppflegemaßnahmen (E+E-Projekt Schierlings-Wasserfenchel). Rechtliche Instrumente dagegen dienen dazu, Arten vor dem unmittelbaren Zugriff durch Sammeln, Handeln oder der Vernichtung ihrer Lebensräume zu schützen.

Arten können unabhängig von ihrer Gefährdung durch rechtliche Instrumente geschützt werden. So ist z.B. in den Vorschriften der Naturschutzrechts des Bundes und der Länder der Begriff Rote Liste nicht zu finden. Es kann vorkommen, daß vom Aussterben bedrohte Arten rechtlich nicht geschützt sind (z.B. die infolge Saatgutreinigung selten gewordene Kornrade Agrostemma githago), während als nicht gefährdet angesehene Arten durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt sind (z. B. der Blaue Eisenhut Aconitum napellus ssp. napellus).

Aus rechtlicher Sicht bestehen für den Artenschutz im engeren Sinne zwei wichtige Verordnungen: Die Bundesartenschutzverordnung sowie die EU-Verordung 338/97, durch die das Washingtoner Artenschutzübereinkommen/CITES umgesetzt wird. Große praktische Bedeutung für den Schutz der Lebensräume besitzt die FFH-Richtlinie. Die Berner Konvention besitzt dagegen nur empfehlenden Charakter.


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