Gegenstand der Florenkartierung
Die Flora umfasst die Artenvielfalt, die nach den Gesichtspunkten der botanischen Taxonomie und Systematik erfasst und gegliedert wird. Sie wird als Auflistung der Pflanzensippen eines Gebietes dargestellt und drückt den phylogenetisch entstandenen Artenreichtum und das genetische Entwicklungspotential der Pflanzenwelt aus. Sie repräsentiert das Angebot an Arten einer Region, aus dem sich Pflanzengesellschaften bzw. die Vegetation zusammensetzen.
Unter der Bezeichnung Florenkartierung findet in Deutschland die Bestandeserhebung und Kartierung der Gefäßpflanzen (Farn- und Blütenpflanzen) statt. Die Kartierungen anderer Pflanzengruppen laufen unter den entsprechenden Bezeichnungen (z.B. Kartierung der Moose, Kartierung der Armleuchteralgen). Die Kartierungen bei den mittlerweile taxonomisch als eigenes Organismenreich geltenden Pilzen werden analog z.B. als Kartierung der Großpilze, Kartierung der Flechten etc. bezeichnet. Selbstverständlich wird weiterhin von einer Moosflora, Algenflora etc. gesprochen, während für „Pilzflora“ oder „Flechtenflora“ noch keine dem neu definierten Organismenreich Pilze gerechten Ausdrücke eingeführt sind.

