Gegenstand der Florenkartierung

Die Flora umfasst die Artenvielfalt, die nach den Gesichtspunkten der botanischen Taxonomie und Systematik erfasst und gegliedert wird. Sie wird als Auflistung der Pflanzensippen eines Gebietes dargestellt und drückt den phylogenetisch entstandenen Artenreichtum und das genetische Entwicklungspotential der Pflanzenwelt aus. Sie repräsentiert das Angebot an Arten einer Region, aus dem sich Pflanzengesellschaften bzw. die Vegetation zusammensetzen.

Unter der Bezeichnung Florenkartierung findet in Deutschland die Bestandeserhebung und Kartierung der Gefäßpflanzen (Farn- und Blütenpflanzen) statt. Die Kartierungen anderer Pflanzengruppen laufen unter den entsprechenden Bezeichnungen (z.B. Kartierung der Moose, Kartierung der Armleuchteralgen). Die Kartierungen bei den mittlerweile taxonomisch als eigenes Organismenreich geltenden Pilzen werden analog z.B. als Kartierung der Großpilze, Kartierung der Flechten etc. bezeichnet. Selbstverständlich wird weiterhin von einer Moosflora, Algenflora etc. gesprochen, während für „Pilzflora“ oder „Flechtenflora“ noch keine dem neu definierten Organismenreich Pilze gerechten Ausdrücke eingeführt sind.

Veröffentlichungen

In gedruckter Form liegen die Ergebnisse der bundesweiten Florenkartierung bisher nur in den beiden Teilatlanten für das ehemalige Staatsgebiet der alten BRD (Atlas der Farn- und Blütenpflanzen Westdeutschlands, Haeupler und Schönfelder 1988) sowie für die neuen Bundesländer (Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Ostdeutschlands, Benkert et al. 1996) vor. Die Herausgabe eines aktualisierten Kartenwerkes für das gesamte deutsche Staatsgebiet ist für ca. 2010 von NetPhyD in Kooperation mit dem BfN geplant.


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