Alle Angaben

Zu der von Ihnen gewählten Pflanzenart liegen folgende Informationen vor:

Wissenschaftlicher Name: Arnica montana L.

Deutscher Name: Berg-Wohlverleih

Familienzugehörigkeit: Asteraceae, Korbblütler

Status: einheimisch 

Bestimmungshilfe/Morphologie:
20-60 cm. Stg einf. od. wenigästig, mit 1-2(-3) gegenstdgn Blattpaaren. Grundblätter meist rosettig, elliptisch, ganzrandig. Köpfchen 6-8 cm Durchmesser, dkl dottergelb. Blütenboden behaart.

Bestimmungshilfe/Anmerkungen:
keine Angabe

Bestandsentwicklung und Gefährdung

Gefährdung in Deutschland: 3 ( gefährdet)

Anmerkung:
keine Angabe

Gefährdungsursachen / Entwicklungstrend:
Eutrophierung von Böden durch Düngereintrag: Ursache seit 1988 anhaltend.
Industrielle Verwertung: Ursache nur vor 1988 wirksam.
Verbuschung von Magerrasen: Ursache seit 1988 anhaltend.
Aufgabe der Heidenutzung: Ursache seit 1988 anhaltend.
Aufforstung von Magerrasen: Ursache seit 1988 anhaltend.
Eutrophierung von Böden durch Immissionen: Ursache seit 1988 anhaltend.

Bestandsentwicklung: Rückgang

Bestandsentwicklung in Mitteleuropa: Rückgang

Gefährdung in Europa und weltweit: zentral-europaweit ungefährdet

Gefährdung und Status in den Bundesländern:
Sippenname nach Korneck 1996:Arnica montana
Schleswig-Holstein (1990)2
Niedersachsen + Bremen (1993)2
Mecklenburg-Vorpommern (1992)1
Brandenburg + Berlin (1993)1
Sachsen-Anhalt (1992)2
Sachsen* (1999)2
Thüringen (1993)2
Hessen* (1996/Nachträge 1999)2
Nordrhein-Westfalen* (1999)3
Rheinland-Pfalz (1986)3
Saarland (1988/1993)2
Baden-Württemberg* (1999)2
Bayern (1987)3
Hamburg** (1998)0
Berlin** (2001)-

Verantwortlichkeit Deutschlands nach Rote Liste 1996:  keine besondere Verantwortlichkeit

Verantwortlichkeit Deutschlands (nach Welk 2002): grosse

Verantwortlichkeit Deutschlands (nach Ludwig et.al. 2007): ! = hohe Verantwortlichkeit

Gesetzlicher und internationaler Schutz

Gesetzlicher und internationaler Schutz:
BArtSchV:  besonders geschützt
FFH:  Anhang V
EU-VO/CITES:  keine CITES-Art
Berner Konvention:  Nein

Taxonomie und Nomenklatur

Gültigkeit

NameAutor, -Zitat-, ggf. Zusätze und Bemerkungen, ggf. Typus

Floren- synopse
GArnica montana L. -Sp. Pl.: 884 (1753)*- EFHORS 
GArnica montana subsp. montana L. --  

Verbreitung/Areal

Klimazone: submeridional bis nördl. temperat

Höhenstufe: montan (Bergland)

Meeresnähe/Kontinentalität: subozeanisch

Kontinente/Regionen: Europa

Arealformel (nach Meusel): sm/mo-temp c2-4 EUR

Arealzentrum (nach Meusel): subatl-ze

Arealtyp (nach Oberdorfer): präalpin

Arealgröße: 1 Mio. - 5 Mio. qkm

Häufigkeit: mäßig häufig

Arealanteil Deutschlands: 10 - 33 %

Arealcharakter in Deutschland: Arealzentrum

Anmerkung:

Lebensraum

Formation:
Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen (Hauptvorkommen) 

Bindung an Wald:
ALPEN : Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
BERGLAND : fehlt in dieser Großregion
TIEFLAND : fehlt in dieser Großregion

Pflanzengesellschaften:
  Kennart  Ordnung  Nardetalia  Oberd. 1949 em. Prsg 1949   
  Hauptvorkommen  Verband  Molinion caeruleae  W.Koch 1926    (trockene Ausbildungen)

Zeigerwerte (nach Ellenberg)

Lichtzahl: 9 = Volllichtpflanze

Temperaturzahl: 4 = Kühle- bis Mäßigwärmezeiger

Kontinentalitätszahl: 4 = gemäßigtes Seeklima zeigend

Feuchtezahl: 5 = Frischezeiger

Feuchtewechsel: keinen Wechsel der Feuchte zeigend

Reaktionszahl: 3 = Säurezeiger

Stickstoffzahl: 2 = ausgesprochene Stickstoffarmut bis Stickstoffarmut zeigend

Salzzahl: 0 = nicht salzertragend

Schwermetallresistenz: nicht schwermetallresistent

Zivilisationseinfluß

menschlicher Einfluß (Hemerobie): 2 (oligohemerob) bis 3 (mesohemerob)

Bindung an Städte (Urbanität): urbanophob (nur außerhalb von Städten)

Biologische Merkmale

Chromosomenzahl:
n = 18(Tischler 1950)
2n = 38(Böcher & Larsen 1955)

Geschlechtsverteilung: keine Angaben

Lebensform: Hemikryptophyt

Blattausdauer: sommergrün

Blattform: Normalform

Wasser- und Gashaushalt: mesomorph, skleromorph

Kletter- und Aufsitzerpflanzen: nicht kletternd oder epiphytisch

Parasitismus: keine Daten über Parasitismus vorhanden

Blühphase: Beginn Frühsommer

Blühsippen: keine Blühsippen bekannt

Bestäubung: Insektenbestäubung

Ausbreitung: Windausbreitung

Dominanz: größere Gruppen, manchmal bestandsbildend

Strategie: intermediärer Strategietyp

Nutzung

Eßbarkeit und Giftigkeit (nach Haeupler & Muer): Allergiepflanze; schwach giftig, giftverdächtig;

Nutzung: Pflanze mit ethnobotanischer Bedeutung (z.B. Zauber-/Hexenpflanze, Aphrodisiakum, psychoaktiv); Heilpflanze;

Genetische Ressource: Nutzungsmöglichkeiten bekannt

Die Verbreitung der Pflanzensippe in Deutschland (Rasterkarte) sowie die Auflistung von Schmetterlingsarten für diese Sippe sind nicht in dieser Übersicht enthalten.


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