Bedienungshinweise für das FloraMap/CommonGis Framework

Das FloraMap Framework setzt sich zusammen aus einem Java-Applet, welches auf dem CommonGis System der Arbeitsgruppe SPADE am Fraunhofer Institut für autonome, intelligente Systeme (Fraunhofer-AIS) basiert, sowie den umgebenden Frames, die mit dem Applet kommunizieren und dieses ansteuern.

In der folgenden Graphik ist die Ansicht des frameworks nach dem direkten Aufruf dargestellt. Aufgrund der Applet-Größe von ca. 900 kb kann das Starten der Anwendung bei langsamer Leitungsgeschwindigkeit einige Minuten dauern. Bitte also warten, bis die bunte Übersichtskarte komplett geladen ist.

Durch Klicken auf die Bereiche des Bildes gelangen Sie zu entsprechenden Erläuterungen

FloraMap-Startseite

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Erläuterungen zur Legende

legende.gif Die Legende ist Teil des Applets und enthält alle Themen der dargestellten Karte. Die Themen überlagern sich von unten nach oben. Sie lassen sich durch Anklicken der zugehörigen checkbox an- oder ausschalten. Ein roter Rahmen kennzeichnet das Thema, welches in der Karte aktiviert ist, d.h. auf Mausklicks in der Karte das zugehörige Objekt (z.B. Fläche oder Linie in der Karte) markiert. Durch Ziehen mit der Maus (Anklicken und mit gedrückter linker Maustaste an neue Position schieben) lässt sich die Reihenfolge der Themen verändern. Die Themen "Topographische Karte TK500" und "Topographische Karte TK25" werden für einen definierten Massstabsbereich gezeichnet. D.h.: beim Zoomen in einen bestimmten Kartenausschnitt (z.B. durch Aufziehen eines Rahmens auf der Karte) werden die darin enthaltenen Kartenbilder der DTK500 und bei weiterem Zoomen die Kartenbilder der DTK25 nachgeladen. Dies kann bei langsamer Internet-Anbindung einige Sekunden dauern...
legedit.gif Durch Anklicken des jeweilgen Icons eines Themas wird ein Java-Fenster geöffnet, in dem man die für den jeweiligen Typ des Themas möglichen Darstellungsparameter ändern kann. Bei linienhaften Themen wie im Beispiel links kann man Farbe und Dicke ändern, Flächen einfärben, den Massstabsbereich für die Darstellung des Themas festlegen und die Art der Hervorhebung bei der Auswahl einzelner Objekte bestimmen pfeilto.gif


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Frame zur Arten- und Gebietsauswahl

fm_arten1.gifFür die Auswahl von Arten können Namensbestandteile von wissenschaftlichen oder deutschen Pflanzennamen in das Eingabefeld neben dem "Suchen"-Knopf eingegeben werden. Groß-/Kleinschreibung wird ignoriert. Die gefundenen Namen werden in die darunterbefindliche Select-Box eingestellt: abhängig von der Einstellung der Radiobuttons "hinzufügen" bzw. "ersetzen" werden die vorhandenen Einträge ersetzt oder am Ende ergänzt.
fm_arten2.gif Man kann in der Liste einen oder auch mehrere Artnamen mit den bekannten Windows-Funktionalitäten markieren. Je nachdem, ob eine oder mehrere Arten selektiert wurden, wird beim Drücken des Knopfes "Verbreitung" eine unterschiedliche Kartendarstellung generiert.
Verbreitung einer Art
Verbreitung einer Artengruppe
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Erläuterungen zum Kartenfenster


Verbreitung einer Art

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Im Übersichtsmassstab wird die Verbreitung der Art der besseren Übersichtlichkeit halber in drei Klassen als sogenannte "Qualitative Choroplethenkarte (=Flächenkartogramme) dargestellt. Entsprechend ändert sich in der Legende das Thema "Bisherige Beobachtungen", unter welchem die auf TK25-Raster aggregierten Daten aus der Datenbank der Floristischen Kartierung Deutschland (FlorKart) dargestellt werden. Ebenfalls kommt auf der rechten Seite ein neues Karteiblatt "Kartenmanipulator" hinzu, über das sich die Farbgebung der Klassen manipulieren sowie Graphiken zur Klassifizierungsstatistk aufblättern lassen.

Verbreitung einer Artengruppe

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Während sich bei der Verbreitungskarte einer Art die Darstellung ab einem bestimmten Zoom-Faktor (siehe Kartenwerkzeuge) zur Symbolisierungsmethode "Piktogramme" wandelt, bei der alle unterschiedlichen Status-Eigenschaften durch entsprechende Symbole dargestellt werden, bleibt es bei der Verbreitungskarte von Artengruppen bei der Choroplethen-Methode. Hier kann jetzt über das Karteiblatt "Kartenmanipulaton" die Klassifizierung und Einfärbung der Klassen weitgehend den eigenen Vorstellungen angepasst werden.
manipulator1.gif Hier kann sowohl über den Knopf "Automatic classification", durch direkte Eingabe vom Klassengrenzen in das Eingabefeld sowie durch Setzen und Ziehen von Klassengrenzen in der Balkendarstellung die Anzahl und Breite der Klassen festgelegt werden. Durch Anklicken des regenbogenfarbigen Kästchens oberhalb des Klassifizierungsbalkens wird ein Java-Fenster zur Farbauswahl geöffnet
maniplulator2.gif "Automatic classification" öfnet ein Java-Fenster, in dem ein Verfahren für die automatische Klassfikation ausgewählt werden kann
maniplulator3.gif Nach Auswahl des Klassifikationsverfahrens kann man die Anzahl der zu berechnenden Klassen festlegen.
maniplulator4.gif Java-Fenster zur Farbauswahl.
Da bei Artenzahlen die Mittelwerts- und Negativfarbe keine Rolle spielt, reicht die Auswahl der Positiv-Farbe


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Die Karten-Werkzeuge

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Die Interaktion mit der Karte erfolgt abhängig von Einstellungen in der abgebildeten Werkzeugleiste. Diese enthält zwei Typen von Knöpfen: die 4 linken Knöpfe sowie der äusserste rechte Knopf veranlassen sofort die entsprechende Aktion: (z.B. Lupenknopf (+) = reinzoomen). Die drei mittleren Knöpfe sind echte "Radioknöpfe": das Anklicken eines Knopfes lässt ihn in gedrückter Stellung einrasten und lässt den vorher gedrückten Knopf wieder rausspringen. Der gedrückte Knopf aktiviert die durch ihn symbolisierte Funktionalität in der Karte. Standardeinstellung nach Start ist der gedrückte Knopf zum Aufziehen (Ziehen mit gedrückter linker Maustaste) eines Zoom-Fensters. Hat man den Knopf mit der Hand aktiviert, kann man den Kartenausschnitt durch Ziehen mit gedrückter linker Maustaste verschieben. Ist der dritte Knopf aktiviert, werden alle Objekte, die in einem auf der Karte aufgezogenen Fenster liegenden und zum momentan in der Legende aktivierten Thema gehören, selektiert.
Beispiele für die Zoom-Funktion:
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Ab einer definierten Zoom-Stufe wird auf die Darstellung der Verbreitung mit Symbolen für den Status der Natürlichkeit des Vorkommens umgeschaltet. Entsprechend ändert sich die Legende.
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Beim weiteren Zoomen in einen Kartenausschnitt wird ab einem bestimmten Maßstab als Kartenhintergrund der für diesen Kartenausschnitt relevante Teil der Topographischen Karte im Maßstab 1:500000 geladen. Der Ladevorgang kann je nach Geschwindigkeit der Internetverbindung einige Sekunden dauern.
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fm_verbreit4.gif Auf der höchsten Zoomstufe wird die Topographische Karte im Maßstab 1 : 25000 (DTK25) für den gewählten Raumausschnitt geladen, dies kann je nach Schnelligkeit der Internetverbindung etwas dauern.
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fm_verbreit5.gif Im gleichen Zoombereich, bei der die DTK25 angezeigt wird, wird auch das Kartenthema "Neue Beobachtungen" aktiviert, so dass die Einstellungen zur Gittertiefe zu sehen sind. Das Gitternetz leitet sich vom Kartenschnitt der DTK25 in fortlaufender Quadrantenteilung ab.
Gittertiefe=1 bedeutet: erste Quadrantenteilung; 2x2 Gitterzellen pro Kartenblatt.
Gittertiefe=5 demnach: fünfte Quadrantenteilung; 32x32 Gitterzellen pro Kartenblatt.

 

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Frame für die Neuerfassung von Beobachtungen

Im rechten Frame unterhalb der Karte können neue Beobachtungen erfasst werden, deren Lokalität in dem dargestellten Kartenauschnitt eingetragen werden können. Die Erfassung von Beobachtungen kann nur von angemeldeten Personen erfolgen. Dazu wird derzeit eine Prozedur entwickelt, mit der überprüft wird, ob ein Benutzer registriertes Mitglied im FloraWeb-Forum ist und zu noch zu definierenden Gruppen gehört. Sobald diese Funktionen bereitstehen, werden wir in FloraWeb unter der Rubrik "Neues" darüber berichten.
fm_erfass01.gif Im linken Frame markiert man eine oder mehrere Arten, zu denen man Funddaten erfassen möchte. Das erste Drücken des Knopfes |zur Erfassung| fürhrt zunächst zur Anmeldeseite.
fm_erfass02.gifDerzeit ist als "Spielwiese" ein Benutzer "Test" eingerichtet, wo man sich mit gleichnamigem Passwort anmelden und die Erfassungsfunktionalitäten ausprobieren kann.
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Hier also die Erfassungsmaske im rechten Frame: hier gibt es zwei obligat auszufüllende Felder: das Datum oder der Zeitraum der Beoabchtung muss (derzeit leider mit komplettem Format TT.MM.YYYY, Zahlen < 10 ohne vorangestellte 0, also z.B.: 1.3.2004) in die Felder "vom" und "bis" eingetragen werden, wurde die Boabachtung an einem Tag gemacht, schreibt man in beide Felder das Gleiche. Der Status des Vorkommens ist aus einer Liste auszuwählen, wenn man nicht die Voreinstellung übernehmen will. Hat man mehrere Arten in den Erfassungframe übertragen, kann man artspezifische Daten wie Häufigkeitsangaben oder Status-Informationen jeder Art einzeln zuordnen, indem man mit den Pfeil-Buttons durch die Liste blättert. In dem Anzeigefeld neben den Pfeil-Buttons wird angezeigt, welche Position in der Liste die gerade angezeigt Art einnimmt.
 
fm_erfass2.gifFür Erfassung des Ortsbezugs kann man nun in den relevanten Kartenausschnitt zoomen und mit der Maus ein bis mehrere Fundorte markieren. Es können entweder Punktmarker gesetzt werden, die mit Mittelpunktskoordinate und Unschärfe-Radius in Abhängigkeit vom Maßstab ausgelesen werden. Alternativ kann man durch Umschalten des Radioknopfes im rechten Applet-Fenster auf Rasterzellen ein bis mehrere Rasterzellen in der vorgegebenen Gittertiefe selektieren. In beiden Faäälen wird jeweils eine Mittelpunktskoordinate sowie die Rasterzellen-Kennziffer zum Abspeichern in der Datenbank übermittelt.
fm_erfass3.gifMit dem Knopf "Speichern werden die erfassten Daten zu einer Fundmeldung in der Datenbank abgespeichert, sie können mit dem Knopf "Anzeigen" auch wieder abgefragt und in der Karte dargestellt werden.
fm_erfass4.gifMit dem Speichern wird die Darstellung der Fundpunkte in der Karte aktualisiert, gleichzeitig sind auch noch die Marker gesetzt, die der Erfassung gedient haben und die man jetzt explizit löschen muss, wenn man neue Fundpunkte setzen will. Will man jedoch ein paar ergänzende Fundpunkte für eine weitere Art festlegen, können die vorhandenen Marker auch stehenbleiben und lediglich die zusätzlchen ergänzt werden.
fm_erfass6.gifUmschalten auf "Zellen erfassen" wandelt in der Kartendarstellung als Punkte erfasste Ortsbezüge in Rasterzellen-Darstellung um: in der Datenbank bleibt natürlich der Fundpunktbezug erhalten.
fm_erfass7.gifHat man mehrere Arten an verschiedene Fundpunkten erfasst, erhält man automatisch unterschiedlich eingefärbte Fundpunkte. Bei der Positionierung des Mauszeigers über einem Punkt werden im rechten Teil des Applet-Fensters die zughörgen Artnamen und Statusinformationen angezeigt.
fm_erfass9.gifBeim Rauszoomen bleiben die Punkt-Marker in ihrer Größe erhalten, daher auch in größerer Übersichtdarstellung noch sichtbar. Die z.T dann übereinanderfallenden Punkte werden in der inhaltlichen Darstellung links neben der Karte mit ihren Detailinformationen angezeigt, wenn man den Mauszeiger über die Punkte positioniert

Nun viel Vergnügen beim Testen des neuen FloraMap mit Common-GIS "Motor"